Kreissporttag 2026: Austausch, Rückblick und klare Impulse für die Zukunft

Am gestrigen Abend fand in der Haldensleber KulturFabrik der Kreissporttag des Kreissportbundes Börde e. V. statt. Das Präsidium hatte seine Mitgliedsvereine und -verbände eingeladen, um über die Arbeit des vergangenen Jahres zu berichten und den Austausch mit den Vereinen zu suchen.

 

Nach der Eröffnung durch KSB-Präsident Torsten Fieseler richtete Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, ein Grußwort an die Delegierten. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung des Sports als eine der größten gesellschaftlichen Vereinigungen und hob die damit verbundene Verantwortung für das Miteinander in der Gesellschaft hervor. Zugleich würdigte er das Engagement der vielen ehrenamtlich Tätigen im Sport.

 

Im Anschluss sprach Michael Rehschuh, Präsidiumsmitglied des Landessportbundes Sachsen-Anhalt, zu den Gästen. Der Vizepräsident für Engagement und Ehrenamt lobte die Entwicklung des Kreissportbundes Börde und stellte besonders das breit gefächerte Wirken des KSB über den Sport hinaus heraus.

 

Für den Landkreis Börde überbrachte Friederike Hecht, Dezernentin für Soziales, in Vertretung des Landrates die Grüße der Kreisverwaltung. Da sie zugleich Vorsitzende des SV Angern ist, sprach sie in doppelter Funktion zu den Delegierten. Sie dankte dem Kreissportbund für die gute Zusammenarbeit und würdigte die Leistungen der Vereine, die im Alltag häufig vielfältige Anforderungen miteinander verbinden müssen.

 

Im Bericht des Präsidiums blickte Präsident Torsten Fieseler auf die Arbeit des Kreissportbundes seit dem vergangenen Kreissporttag zurück. Er dankte seinen Präsidiumskolleginnen und -kollegen für die gemeinsame Arbeit, die konstruktiven Diskussionen und das Erreichte. Darüber hinaus gab er den Anwesenden einen Überblick über zentrale Entwicklungen und einige Zahlen der vergangenen drei Jahre der laufenden Legislatur.

 

Besonderen Dank richtete Fieseler an den Landessportbund Sachsen-Anhalt für die Unterstützung sowie für die Möglichkeit, sich in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv in landesweite sportpolitische Themen einzubringen und dabei die Interessen der Vereine aus dem Landkreis Börde zu vertreten. Auch die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Börde hob er hervor, der ein verlässlicher Partner und wichtiger Förderer des Sports ist. Auch hier lobte Fieseler die Möglichkeiten, in zahlreichen Projekten und Arbeitskreisen die Interessen des Sports und der Vereine einbringen zu können.

 

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede lag auf der Arbeit der Mitgliedsvereine. Diese hätten mit ihrem täglichen Engagement einen wesentlichen Beitrag zur positiven Mitgliederentwicklung geleistet, große Projekte verantwortungsvoll umgesetzt und an der Basis die Sportregion Landkreis Börde geprägt. Zugleich mahnte Fieseler an, die Vereine zukunftsgerichtet aufzustellen. Dazu gehöre insbesondere die Qualifizierung der im Verein engagierten Personen – sowohl der Übungsleiterinnen und Übungsleiter als auch der Vereinsvorstände. Angebote wie die Vereinsmanager-Ausbildung könnten dabei helfen, notwendiges Wissen zu erwerben, um Vereine sicher durch kommende Herausforderungen und Veränderungsprozesse zu führen.

 

Es folgte der Bericht von Vizepräsidentin Finanzen Ninette Böttcher zum Jahresabschluss 2025 und zur finanziellen Lage des Kreissportbundes.

 

Kassenprüfer Ulf Dreyer schloss mit dem Bericht der Kassenprüfenden an und empfahl die Entlastung des Präsidiums. Dieser Empfehlung folgte der Kreissporttag. Auch der vom Präsidium verabschiedete Haushaltsplan für das Jahr 2026 wurde durch die Delegierten bestätigt.

 

Im weiteren Verlauf nutzten auch Vereinsdelegierte die Möglichkeit, das Wort an den Kreissporttag zu richten. Kritisch angemerkt wurde unter anderem die geringe Präsenz politischer Entscheidungsträger. Weder von den eingeladenen Kreistagsfraktionen noch von den eingeladenen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern waren Vertreter anwesend. Lediglich Grit Matz, Bürgermeisterin der Stadt Wanzleben, nahm am Kreissporttag teil. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Landtagswahl wurde dies als verpasste Gelegenheit gewertet, die Bedeutung der Sportvereine in der Gesellschaft sichtbar wahrzunehmen und mit einem großen Teil der Wählerschaft in den Austausch zu treten.

In einer weiteren Wortmeldung wurde die Bitte an den Kreissportbund gerichtet, die Bearbeitung von Förderanträgen möglichst zeitnah vorzunehmen, um den Vereinen eine bessere Planungssicherheit zu ermöglichen.

 

Der Kreissportbund nahm diese Hinweise auf und betonte, auch künftig auf das Feedback der Vereine setzen zu wollen. Dazu stellte Vizepräsident Knut Förster einen vom Präsidium erarbeiteten Fragebogen vor. Mit diesem möchte der Kreissportbund erfahren, wie die Vereine die Arbeit des Präsidiums und der Geschäftsstelle bewerten und welche Wünsche und Bedarfe für die kommenden Jahre bestehen. Der Fragebogen soll ab September als Online-Formular zur Verfügung stehen und bis zum Jahresende bearbeitet werden können. Die Ergebnisse sollen anschließend ausgewertet und in die weitere Arbeit einbezogen werden.

 

Insgesamt war der Kreissporttag 2026 von sachlichen Berichten, konstruktiven Diskussionen und offenem Austausch geprägt. Auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung nutzten zahlreiche Delegierte die Gelegenheit, miteinander sowie mit den Mitgliedern des Präsidiums ins Gespräch zu kommen.

Der Kreissportbund Börde bedankt sich bei allen anwesenden Delegierten für ihre Teilnahme und ihr Engagement. Zugleich wünscht sich der KSB für den kommenden Kreissporttag eine höhere Beteiligung der Mitgliedsvereine, da zahlreiche Vereine der Einladung in diesem Jahr nicht gefolgt sind.

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Veröffentlichung

Do, 04. Juni 2026

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