Klare Haltung: Für einen offenen und vielfältigen Sport

Der Kreissportbund Börde e. V. positioniert sich klar für einen offenen, vielfältigen und respektvollen Sport.

Rassismus, Diskriminierung und menschenfeindliches Verhalten haben im Sport keinen Platz – weder auf dem Spielfeld noch auf den Rängen, weder im Training noch im Vereinsalltag. Das ist auch so in unserem Leitbild verankert.

 

Da ärgert es uns natürlich, wenn wir von Vorfällen lesen, wie dem Abbruch des Fußball-Testspiels zwischen dem Halleschen FC und Energie Cottbus in Finsterwalde. Nach übereinstimmenden Medienberichten wurde ein Spieler von Energie Cottbus aus dem HFC-Fanblock rassistisch beleidigt und mit Affenlauten angegriffen. Das Spiel wurde daraufhin abgebrochen. Beide Vereine verurteilten die Vorfälle klar und betonten, dass Rassismus und Diskriminierung keinen Platz haben.

 

Für uns steht fest: Sport lebt von Fairness, Respekt und Gemeinschaft. Wer Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, Sprache, sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität, Behinderung oder anderer Merkmale abwertet, greift nicht nur einzelne Personen an, sondern auch die Werte des Sports.

 

Der organisierte Sport trägt gesellschaftliche Verantwortung. Gerade weil Sport Menschen unterschiedlicher Herkunft, Lebenswege und Erfahrungen zusammenbringt, muss er ein Raum sein, in dem Vielfalt geschützt und Diskriminierung entschieden widersprochen wird.

 

Auch der Deutsche Olympische Sportbund und die Deutsche Sportjugend haben ihr 2020 verabschiedetes Positionspapier zum Umgang mit antidemokratischen und menschenfeindlichen Parteien, Gruppierungen und Akteur*innen in diesem Jahr überarbeitet. Die Positionierung trägt den Titel „Klare Haltung für einen offenen und vielfältigen Sport in unserer demokratischen Gesellschaft“ und wurde im Mai 2026 durch dsj- und DOSB-Vorstand sowie das DOSB-Präsidium veröffentlicht. Darin wird der gemeinnützige organisierte Sport als Raum für ein respektvolles, faires und offenes Miteinander beschrieben.

 

Der KSB Börde unterstützt diese Haltung ausdrücklich. Vereine sind wichtige Orte demokratischer Kultur. Sie vermitteln Fairness, Teamgeist, Verantwortung und gegenseitigen Respekt. Gleichzeitig dürfen Vereine nicht wegsehen, wenn Menschenfeindlichkeit sichtbar wird. Es braucht klare Regeln, Ansprechpersonen, Schutzkonzepte und die Bereitschaft, diskriminierende Vorfälle zu benennen und Konsequenzen zu ziehen.

 

Eine klare Haltung bedeutet nicht nur, sich nach Vorfällen öffentlich zu distanzieren. Sie zeigt sich im Alltag: in der Sprache auf dem Sportplatz, im Umgang miteinander, in der Reaktion auf Grenzüberschreitungen, in der Vereinskommunikation und in der Frage, wer sich im Verein willkommen und sicher fühlen kann.

 

Der Kreissportbund Börde ermutigt seine Mitgliedsvereine, die eigenen Strukturen und Abläufe zu prüfen. Dazu gehören Sensibilisierung, Bildungsangebote, klare Beschwerdewege und eine Vereinskultur, in der Betroffene ernst genommen und unterstützt werden.

Sport kann verbinden, Brücken bauen und Gemeinschaft schaffen. Dafür muss aber konsequent dort widersprochen werden, wo Menschen ausgegrenzt, beleidigt oder herabgewürdigt werden.

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