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Sport verbindet: Jetzt für den Deutschen Gemeinsamkeitspreis bewerben

Sportvereine sind Orte der Begegnung. Sie bringen Menschen in Bewegung, schaffen Gemeinschaft und geben vielen Personen einen festen sozialen Anker im Alltag. Gerade deshalb können Sportvereine einen wichtigen Beitrag leisten, um Einsamkeit vorzubeugen und soziale Verbundenheit zu stärken.

 

Einsamkeit ist eine vielschichtige gesellschaftliche Herausforderung. Sie kann die physische und psychische Gesundheit beeinträchtigen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt schwächen. Mit dem Deutschen Gemeinsamkeitspreis 2026 wird dieses Thema nun stärker in den öffentlichen Fokus gerückt. Ausgezeichnet werden Projekte, Organisationen und Initiativen, die Einsamkeit entgegenwirken und gelebtes Miteinander fördern.

 

Der Preis wird 2026 erstmals vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit dem Kompetenznetz Einsamkeit und im Rahmen der Allianz gegen Einsamkeit vergeben. Ziel ist es, funktionierende Lösungen sichtbar zu machen, Engagierte zu würdigen und andere dazu zu inspirieren, ebenfalls für mehr soziale Verbundenheit aktiv zu werden.

 

Sportvereine können sich insbesondere in der Kategorie „Zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement“ bewerben. Darüber hinaus können je nach Projekt auch andere Kategorien relevant sein, etwa Angebote für schwer erreichbare Zielgruppen. Gerade hier haben Sportvereine besondere Stärken: Sie arbeiten wohnortnah, niedrigschwellig, persönlich und oft über lange Zeiträume hinweg mit Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Lebenslagen.

 

Der Deutsche Gemeinsamkeitspreis wird in vier Kategorien vergeben:

  • Kommunen und öffentliche Einrichtungen
    Ausgezeichnet werden Landkreise, Städte sowie öffentliche Einrichtungen, die mit Maßnahmen und Projekten Einsamkeit verringern.

  • Zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement
    Diese Kategorie richtet sich unter anderem an Vereine, Verbände, Wohlfahrtsverbände, Nachbarschaftsinitiativen und andere gemeinwohlorientierte Akteure.

  • Wirtschaft und Arbeitswelt
    Gewürdigt werden Initiativen, die Einsamkeit im Arbeitsumfeld reduzieren und das soziale Miteinander stärken.

  • Angebote für schwer erreichbare Zielgruppen
    Hier stehen Projekte im Mittelpunkt, die Menschen mit besonderen sozialen, gesundheitlichen, ökonomischen oder räumlichen Zugangsbarrieren erreichen. Dazu können beispielsweise Alleinerziehende, armutsbetroffene Menschen, Erwerbslose, Menschen mit Behinderungen, pflegende Angehörige oder queere Menschen gehören.

 

In jeder Kategorie werden ein erster, zweiter und dritter Platz ausgezeichnet. Insgesamt stehen Preisgelder in Höhe von 25.000 Euro zur Verfügung. Die Bewerbung ist bis einschließlich 16. August 2026 online möglich.

 

Die Auswahl erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Zunächst wählt das Kompetenznetz Einsamkeit anhand festgelegter Kriterien die Top-10-Projekte je Kategorie aus. Bewertet werden unter anderem Reichweite, Zielgruppenorientierung, Nachhaltigkeit, Innovation, Übertragbarkeit und Qualität der Umsetzung. Anschließend entscheidet eine Jury über die Plätze eins bis drei. Die Gewinnerprojekte werden am 2. Dezember 2026 im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung bekanntgegeben.

 

Der Kreissportbund Börde ruft seine Mitgliedsvereine dazu auf, bestehende Angebote und Projekte zu prüfen. Viele Sportvereine leisten bereits heute wertvolle Arbeit gegen Einsamkeit, ohne dies ausdrücklich so zu benennen.

Ob offene Bewegungsangebote, Seniorensport, inklusive Gruppen, Familiensportfeste, Begegnungsformate oder niedrigschwellige Mitmachaktionen: Überall dort, wo Menschen regelmäßig zusammenkommen, entstehen Gemeinschaft und soziale Verbundenheit.

 

Wer mit seinem Verein Menschen zusammenbringt, Teilhabe ermöglicht und Begegnung schafft, sollte dieses Engagement sichtbar machen und eine Bewerbung prüfen.

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Di, 14. Juli 2026

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